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Michelle Lübbert trifft für u15 gegen Tschechien |
| 07.03.2011 |
| News >> Allgemein |
Zwei Länderspiele standen letztes Wochenende für die DEB U15 Frauen auf dem Programm. In Dvur Kralove galt es gegen die starken Tschechinnen zu bestehen, die Ende Oktober 2010 in Schönheide die beiden ersten Vergleiche der Saison klar dominierten und deutlich mit 6:0 und 7:1 gewannen.
Die deutsche Mannschaft, im Gegensatz zu Schönheide nur auf wenigen Positionen verändert, wusste diesmal jedoch was sie erwartet. Im Erzgebirge hatten sie sich vom sehr hohen Anfangstempo der Tschechinnen beeindrucken lassen und im ersten Spiel nach zwei Minuten bereits mit 0:3 zurückgelegen. Dies sollte nun alles besser werden und dementsprechend wurden die Mädchen auch vom Trainergespann Peter Kathan und Robert Geml eingestellt.
Die erste Partie begann dann wie erwartet. Die Gastgeberinnen wirbelten auf dem Eis und versuchten schnell wieder für klare Verhältnisse zu sorgen. Mit taktischer Disziplin, guter Laufbereitschaft und mit Janina Fuchs, einer starken Torfrau im Rücken, konnte diese Anfangsphase schadlos überstanden werden.
Mit fortlaufender Spielzeit wurde das deutsche Team mutiger und erspielte sich eigene Chancen, die jedoch ebenfalls ungenutzt blieben. Es entwickelte sich ein rasantes Spiel, indem die Tschechinnen zwar eine optische Überlegenheit hatten, jedoch die Gäste keine Geschenke verteilten und um jeden Zentimeter Eis kämpften. Torlos ging es in die erste Drittelpause.
Im zweiten und letzten Abschnitt das gleiche Bild. Immer wieder tauchten die Tschechinnen gefährlich vor dem deutschen Tor auf. Mit Glück und Geschick konnte jedoch ein Gegentreffer vermieden werden. Eigene Chancen waren ebenfalls vorhanden, doch auch diese waren Beute der tschechischen Torfrau.
In der 50.Minute lag dann der Puck doch im deutschen Tor, doch der Hauptschiedsrichter erkannte zu Recht sofort auf Torraumabseits.
Auch nach 60 Minuten stand es somit eishockeyuntypisch 0:0 und die Overtime sollte die Entscheidung bringen. Genau 1:26 Minuten waren gespielt als die Gastgeber einen Fehlpass im Mitteldrittel abfingen und den Treffer zum umjubelten 1:0 markierten.
Trotz der Niederlage zeigten sich die Trainer mit der Leistung ihres Teams zufrieden, da ein deutlicher Aufwärtstrend gegenüber den Partien in Deutschland erkennbar war.
Nur 16 Stunden später standen sich beide Mannschaften erneut gegenüber.
Diesmal hütete Lena Schuster das deutsche Tor und auch die Reihen wurden geringfügig umgestellt.
Wieder konnte die erste Druckphase der Gastgeberinnen ohne Gegentor überstanden und eigene Chancen erspielt werden. In der 15.Minute konnte die deutsche Spielerbank jubeln. Dana Reimann nutzte ein Zuspiel von Celine Breite zur 1:0-Führung, was gleichzeitig auch der Stand nach dem ersten Drittel war.
Im Mittelabschnitt waren erst 23 Sekunden gespielt als Tschechien zum Ausgleich kam und nur kurz darauf selbst in Führung ging. Das deutsche Team kämpfte weiter und kam in der 26.Minute durch Nicola Eisenschmid (Assist: Michele Mohr) wieder zum verdienten Ausgleich. Leider ging im weiteren Verlauf des Drittels die Konzentration etwas verloren und was bislang bestens funktionierte, den Gegner im Slot keinen Raum zu lassen und Nachschüsse zu verhindern, ging bis zur zweiten Sirene gründlich daneben. So konnten die Gastgeber bis auf 6:2 davonziehen.
In der letzten Drittelpause motivierten die Trainer das Team neu und gaben den Gewinn des letzten Drittels als Ziel aus.
Dies nahmen sich unsere Mädchen zu Herzen, gingen wieder mit voller Konzentration in der Abwehr zu Werke und brachten ihrerseits die tschechische Abwehr in Verlegenheit.
Den Lohn für ihre engagierte Spielweise erhielten sie in der 51.Spielminute als Michelle Lübbert am langen Pfosten freistand und das Zuspiel von Laura Kluge zum dritten Treffer nutze. Weitere Gegentreffer wurden nicht zugelassen und somit die Zielvorgabe der Trainer umgesetzt.
Zwei der insgesamt sechs Drittel gewonnen und nur eins, wenn auch deutlich, verloren. Dies war nach den beiden ersten Spielen nicht zu erwarten, was sich auch im Fazit von Bundestrainer Peter Kathan niederschlägt:
„Die Mädels haben in diesen beiden Spielen wieder einen Schritt nach vorn gemacht, super gekämpft und dem Gegner alles abverlangt. Man sieht wie wichtig es ist bereits im U15 Bereich, besonders gegen solch starke Teams wie die Tschechen zu spielen, um auch später international konkurrenzfähig zu sein.
Natürlich wäre es wünschenswert, wenn wir auch zukünftig mit den Folgejahrgängen schlagkräftige Teams auf die Beine stellen könnten. Dafür ist jedoch die Unterstützung aller notwendig und jede Hilfe wird dankend angenommen.“