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Bärinnen knapp am Punktgewinn vorbei |
| 17.01.2011 |
| News >> 1. Bundesliga |
Eigentlich könnten alle Bergkamener zufrieden sein mit dem Wochenende im Süden Deutschlands, Einzig und Allein die Ergebnisse stimmten nicht. Beide Spiele gingen mit 5:3 verloren. Allerdings war für die Damen des ECB vor allem am Sonntag durchaus mehr zu holen, aber der Reihe nach.
Angereist waren die EC Bergkamener Bärinnen mit ihren zwei Torhüterinnen Jule Flötgen und Julia Graunke und lediglich elf einigermaßen gesunden Spielerinnen. Flötgen spielte am Samstag und Graunke hütete am Sonntag das Tor der Bärinnen. Für den Rest des Teams war klar, es würde ein sehr hartes Wochenende werden. Aber geschlagen haben sich die Bärinnen sehr beachtlich.
Am Samstag musste man bereits früh, nach knapp fünf Minuten, das erste Gegentor hinnehmen. Nichtsdestotrotz steckten sie nicht auf und erarbeiteten sich auch die ein oder andere Chance, wobei der ESC Planegg mehr Puckbesitz aufweisen konnte. Als dann in der zehnten Minute Sophie Kratzer auf 2:0 erhöhte und kurz darauf Evan Minnick das dritte Tor für den ESC erzielte, hatten die mitgereisten Bergkamener Fans trotz des guten Spiels wenig Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende des Spiel.
Doch weit gefehlt. Der ECB kam mit einem Doppelschlag in der 23. und 25. Minute durch Nicole Schmitten und Chantal Schneidereit wieder ins Spiel zurück. Als dann in der letzten Minute des zweiten Drittels wiederum Chantal Schneidereit mit einem sehenswerten Treffer den Ausgleich erzielte war die Hoffnung und der Wille in die Gesichter der Bärinnen zurückgekehrt.
Im Schlussdrittel konnte der ESC jedoch schnell, in Person von Sophie Kratzer, wieder in Führung gehen und gab diese auch bis zum Spielende nicht mehr her. Denn der ECB hatte im letzten Drittel nicht mehr allzu viel entgegen zu setzen und somit erhöhten die Planeggerinnen fünf Minuten später noch auf 5:3.
Die erste von zwei Chancen dem großen Favoriten ein Bein zu stellen war also vertan.
Am Sonntag dann ein ähnliches Bild. Wieder erzielten die Planeggerinnen ein schnelles Tor. Julia Zorn traf zur frühen Führung. Diesmal ließ sich der ECB allerdings nicht so viel Zeit mit einer Antwort. Bereits nach acht Minuten erzielte Jennifer Wieser den Ausgleich für ihre Farben.
Wieder wurde das erste Drittel einigermaßen offen gestaltet, mit Chancen auf beiden Seiten. Aber wie am Vortag war es der ESC der noch vor der ersten Drittelpause seine Tore Nummer zwei und drei erzielte. Ein Doppelschlag in der 15. und 17. Minute durch Manuela Anwander und Bettina Evers brachte die 3:1 Pausenführung für die Planegg Penguins.
Aber weder durch die Tatsache das Corinna Lenz nach der Pause aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aufs Eis ging, noch das der ESC Planegg nach 29 Minuten wiederum durch Manuela Anwander mit 4:1 in Führung ging konnte die Moral der Bärinnen brechen. Nur 19 Sekunden später schlugen sie zurück und Meike Zöpnek erzielte auf Zuspiel von Andrea Lanzl den 4:2 Anschlusstreffer.
Die ECB-Damen gaben wirklich alles an diesem Wochenende, obwohl sie inzwischen nur noch mit zwei Blöcken spielen konnten. 1:30 Minuten vor dem Ende setzte Trainer Robert Bruns, der mit der Leistung seiner Mannschaft mehr als zufrieden war, dann alles auf eine Karte. Als jeweils eine Spielerin jeder Mannschaft auf der Strafbank saß und es Bulli im gegnerischen Drittel gab, nahm er Tohüterin Julia Grauncke zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin vom Eis. Diese Maßnahme sollte, wenn auch ein wenig zu spät, Früchte tragen, Andrea Lanzl erzielte 14 Sekunden vor Ende den Anschlusstreffer.
Bruns spielte natürlich weiter voll auf den Ausgleich und ließ Julia Graunke weiter auf der Bank um mit sechs Feldspielerinnen die letzten Sekunden des Spiels zu bestreiten. Die Hoffnung währte allerdings nicht einmal bis zum Spielende. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Melanie Greene per „Empty-Net-Goal“ den 5:3 Endstand.
„Unsere individuellen Fehler wurden heute gnadenlos bestraft. Im Gegensatz dazu haben wir die sich uns bietenden Chancen leider nicht mit derselben kaltschnäutzigkeit verwerten können wie die Planeggerinnen. Für unsere sehr gute kämpferische Leistung sind wir an diesem Wochenende leider nicht belohnt worden.“ sagte Nationalspielerin Andrea Lanzl nach dem Spiel.
„Man hat in beiden Spielen an diesem Wochenende gesehen, dass wir zwar dran sind, aber in den entscheidenden Situationen die Frische, bzw. Fitness gegenüber Planegg fehlt. Aber wir werden daran arbeiten und uns beim Pokalturnier im März revanchieren“ so Vorsitzende Ilona Pollmer mit einem kleinen Augenzwinkern.