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Bärinnen erst im Schlussspurt geschlagen! |
| 17.10.2010 |
| News >> 1. Bundesliga |
In einem äußerst interessanten Spiel setzten sich die Damen des OSC Berlin letzlich verdient mit 6:3 gegen die EC Bergkamener Bärinnen durch. Die Niederlage viel vielleicht um ein Tor zu hoch aus, dennoch war Trainer Robert Bruns mit dem Spiel seiner Damen zufrieden.
Nimmt man nur die Zahl der Chancen, hätte dieses Spiel auch anders ausgehen können, aber es scheiterte bei den Bärinnen oft an der letzten Zielstrebigkeit oder einfach an der nötigen Spritzigkeit. Hinzu kam das die Chancen der Berlinerinnen deutlicher waren als die des heimischen Teams.
So kam es das Anja Scheytt bereits nach 6:12 Minuten ihre Farben in Führung schoss und Susann Götz noch vor Ende des ersten Drittels auf 0:2 erhöhte (19:08 Minuten). Als dann kurz nach Beginn des zweiten Drittels das 3:0 durch Dana Reimann fiel (25:15 Minuten) und die Bärinnen die Berliner Torfrau Radka Lhotska einfach nicht überwinden konnten, dachte wohl der ein oder andere Zuschauer schon an eine deutliche Niederlage.
Nicht so die Damen und ihr Trainer Robert Bruns, sie kämpften weiter und stemmten sich nun mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die drohende Niederlage. Als dann Andrea Lanzl quasi mit der Pausensirene (39:59 Minuten) nach Zuspiel von Britta Schröder den Anschlusstreffer erzielte keimte nochmal Hoffnung auf. Trainer Bruns fand wohl in der Kabine die richtigen Worte, denn seine Mannschaft war nun bissiger in den Zweikämpfen, gedanklich schneller, dass was vorher ein wenig zum Glück gefehlt hatte. So gelang wiederum Andrea Lanzl in Unterzahl nach einem abgewehrten Schuss von Meike Zöpnek per Abstauber das 2:3 (40:56 Minuten). Als sich dann „Drea“ Lanzl nach 46:52 Minuten auf Zuspiel von Mona Pötzsch und Claudia Weltermann ein drittes Mal in die Torschützenliste eintrug, sah es so aus als hätte man das richtige Rezept gegen die individuell starken Berliner gefunden. Trainer Bruns hat voll auf die Karte Risiko gesetzt, hat im letzten Drittel auf drei Verteidiger und zwei Sturmreihen umgestellt. „Wenn wir da noch das vierte Tor machen“, wozu durchaus Chancen bestanden, „dann will ich mal die Reaktion der Berliner sehen“ ,sagte Robert Bruns nach dem Spiel. „Mir war aber auch klar das diese Umstellung sehr auf die Kondition und Kraft meiner Damen gehen würde.“
Die Antwort des OSC ließ allerdings nicht lange auf sich warten, was so ein wenig die Moral gebrochen hat. Hatten bie Bärinnen sich gerade wieder herangekämpft fiel bereits nach 48:08 Minuten das 3:4 durch Kathrin Fring. Das fünfte Berliner Tor erzielte dann wiederum Susann Götz (auch in Unterzahl) und den Schlusspunkt setzte Anja Scheytt mit ihrem zweiten Tor (58:09 Minuten).
„Die Chancen waren da, der große Unterschied heute war die Chancenverwertung. Außerdem haben wir zu viele einfache Fehler gemacht, wodurch Berlin zu einfachen Chancen kam. Aber wir haben nicht aufgegeben, selbst nach dem 0:3 nicht, haben immer weiter gekämpft, das war Klasse.“ meinte Mannschaftskapitänin Claudia Weltermann und war da wohl mit ihrem Trainer und den Zuschauern einer Meinung.