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Bärinnen besiegen zweimal Gegner auf Augenhöhe |
| 29.11.2010 |
| News >> 1. Bundesliga |
Sehr müde, aber auch erfolgreich kehrte am späten Sonntag Abend die Mannschaft der ECB Bergkamener Bärinnen wieder nach Hause zurück. Zuvor hatten sie durch eine kämpferisch starke Leistung die Gastgeber des ECDC Memmingen zum zweiten Mal an diesem Wochenende bezwingen können. Aber der Reihe nach.
Am Samstag reisten die Bärinnen mit dem Bus nach Memmingen um dort Revanche zu nehmen für die Schlappe im Hinspiel vor fünf Wochen. Um es vorweg zu nehmen, es gelang.
Die Memmingerinnen fanden zwar ein bischen besser in die Partie, doch nach ca. fünf gespielten Minuten übernahmen die Bärinnen das Kommando. „Wir waren heute frischer und ausgeruhter als bei den weiten Fahrten in der Vergangenheit“ lobte Trainer Robert Bruns auch die Organisatoren, die für eine rechtzeitige Ankunft in Bayern sorgten. So kam es wie es kommen musste, der ECB ging bereits nach sieben Minuten durch Andrea Lanzl in Führung und erspielten sich mehr und mehr Spielanteile.
Bevor aber das zweite Bergkamener Tor fiel, ging es erstmal in die erste Drittelpause. Aber dann legte der ECB richtig los. Innerhalb von vier Minuten schraubten sie das Ergebnis auf 4:0 hoch. Nach nur elf Sekunden im zweiten Drittel traf Mona Pötzsch, zwei Minuten später Britta Schröder und wiederum eine Minute später Nicole Schmitten jeweils auf Zuspiel von Andrea Lanzl. Bergkamen machte weiter Druck und erspielte sich Möglichkeiten und als dann Meike Zöpnek nach Vorlage von Nicole Schmitten und Claudia Weltermann das 5:0 erzielte (33. Minute) glaubte wohl keiner der dreißig Zuschauer noch an einen Heimsieg.
Aber die Bärinnen wurden ein wenig leichtsinnig, „Da dachten wir wohl wir könnten einen Gang zurück schalten“, so Robert Bruns nach dem Spiel. Postwendend erzielt Smith den Anschlusstreffer zum 1:5.
Im Schlussdrittel geriet der ECB dann nochmal etwas unter Druck, aber wirklich gefährdet war der Sieg nicht mehr, trotz zweier weiterer Gegntore durch Selzer und Pokopec(45. und 53. Minute).
Sonntag war es dann ein anderes Bild, was sich den Zuschauern in der Memminger Eishalle bot. Der ECDC Memmingen war das aktivere Team und hatte ein leichtes Übergewicht. Torfrau Jule Flötgen musste einige Memminger Schüsse abwehren, geriet aber nicht sonderlich in Gefahr. Da nach vorne beim ECB auch nicht allzuviel gelang, ging es mit einem 0:0 in die Drittelpause. Auch im zweiten Drittel ein unverändertes Bild, Memmingen war gedanklich einen Tick schneller.
Das Spiel am Vortag und der dünne Kader, am Sonntag fiel aus privaten Gründen auch noch Corinna Lenz aus, hatten den Bergkamenerinnen doch zugesetzt, sie waren nicht mehr so frisch wie am Samstag. Das 0:1 durch Meike Zöpnek kam da gerade zur Rechten Zeit und gab dem ECB ein wenig Sicherheit. In der Folge gab es keine richtig brenzlichen Situationen mehr auf beiden Seiten, die Memmingerinnen hatten zwar ein deutliches Chancenübergewicht, es kam aber nicht zählbares dabei herum. Auf Bergkamener Seite merkte man, dass die Spielerinnen einfach platt waren, es wurde auf zwei Reihen umgestellt, hinzu kam das kraftraubende bisherige Spiel, das hinterließ Spuren.
Als dann Nicole Schmitten in der vorletzten Minute das vielumjubelte 0:2 erzielte, war das Spiel gelaufen und der ECB konnte sich für die 2:6-Heimschlappe gebührend Revanchieren. Trotz der hohen Zahl an Strafminuten, auf beiden Sieten, wollte Trainer Robert Bruns nicht von eine überharten Spiel reden. „Es war hart umkämpft, da gibt es schonmal die ein oder andere Strafe, aber es waren keine harten Aktion darunter. Memmingen war heute auf Augenhöhe, aber die individuelle Klasse hat sich am Ende doch wieder durchgesetzt.