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04.11.2011 | 15:45 Uhr
Weddinghofen. Vor 30 Jahren war Ilona Polmer Mitgründerin der Bergkamener Eisbärinen. Heute spielt sie immer noch in der 2. Mannschaft und fühlt sich in der Eissporthalle am Häupenweg pudelwohl.
Es ist nicht schwer zu erraten, wo Ilona Pollmers schönster Ort in Bergkamen liegt. Seit fast 30 Jahren ist die gebürtige Oberadenerin dem Eishockey und besonders dem EC Bergkamen mit seinen Bärinnen verbunden.
Da liegt es nahe, das auch die Eishockeyhalle am Häupenweg für sie ein besonderer Ort in Bergkamen ist. „ Ich habe hier unzählige Stunden im Training zu gebracht, viele Freunde gewonnen und spannende Eishockeyschlachten geschlagen“ erzählt Ilona Pollmer.
Auch im Gründungsjahr der Frauenmannschaft, 1982, war sie dabei. „Damals spielten unsere Männer und Freunde Eishockey beim EC Bergkamen. Aus einer Karnevalslaune heraus wollten wir das auch mal ausprobieren und stiegen mit ihren Eishockeyausrüstungen aufs Eis. Das sah für Außenstehende sicher lustig aus, hat uns aber auch viel Spaß gemacht.“ Eine Idee war geboren. Die Idee von einer Fraueneishockeymannschaft in Bergkamen, die mittlerweile seit fast 30 Jahren erfolgreich besteht und sportlich mit der Deutschen Meisterschaft 2005 ihren Höhepunkt gefunden hat. Ilona Pollmer hat die Entwicklung des Vereins von der ersten Stunde an bis heute mit begleitet. Zunächst als Spielerin in der Sturmreihe der ersten Mannschaft, dann nach der Geburt ihres Sohnes 1999 in der zweiten Mannschaft. Und das bis heute mit 47 Jahren. Zudem hatte sie im Verein von der Schriftführerin bis zur Vorstandarbeit alle erdenklichen Funktionen im Verein inne.
Eine tolle Gemeinschaft
„Wir haben eine tolle Gemeinschaft hier aufgebaut. Das Team hält zusammen, die Mischung der Mannschaft aus Jung und Alt, Unbekümmertheit und Erfahrung stimmt beim EC. Deshalb bin ich auch so lange dabei geblieben.“ Ein anderer Grund mag auch Ilona Pollmers langjährige Freundin Claudia Spier sein. „Zusammen haben wir hier damals den Verein gegründet und seither immer zusammen Eishockey gespielt. Bis heute. Da zeigen wir den jungen Mädchen in der zweiten Mannschaft, was so lange Eishockeyerfahrung alles ausmacht“, lacht die Oberadenerin.
Den größten sportlichen Erfolg ihrer Eisbärinnen hat sie 2005 übrigens gar nicht live mitbekommen. „Wir waren schon in den Jahren zuvor immer knapp an der Meisterschaft dran, es wollte aber nicht so recht klappen. Als dann die Meisterrunde 2005 in Kornwestheim stattfand, war ich leider nicht vor Ort dabei. Ich saß damals im Café in Soest, als mich Trainer Mike Hanke anrief und sagte, wir stünden im Finale. Wenig später war die Meisterschaft perfekt. Der größte Vereinserfolg und ich war nicht dabei. Das war schon sehr schade.“
Auch in diesem Jahr stehen die Meisterchancen nicht schlecht, sind die Eisbärinnen viel versprechend in die Saison gestartet. Die beiden Nationalspielerinnen Kira Kanders und Sarah Weyand haben die Kader zusätzlich verstärkt und streben mit dem EC Bergkamen sportlich weiter nach oben. „Wer weiß, was diese Saison noch passiert. Ein weiteres Mal würde ich eine Meisterschaft jedenfalls nicht verpassen“ ist sich Ilona Pollmer sicher. Vielleicht mit einem großen Finale in der Eissporthalle Bergkamen, ihrem schönsten Ort in Bergkamen.