Ein hartes Wochenende haben die Spielerinnen der EC Berkamener Bärinnen hinter sich. Von Freitagmittag bis Sonntagabend absolvierten Sie nämlich ein Trainingslager im beschaulichen Braunlage. Hierbei setzten die Trainer Robert Bruns und Arno Deutsch insgesamt vier Trainings auf dem Eis und einige theoretische Einheiten an.
„Am Freitag waren wir noch etwas dünn besetzt. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit allen vier Trainingseinheiten“ so Bruns. „Ich hätte zwar gerne noch ein oder zwei Trainingseinheiten mehr gehabt, aber man konnte bei den Einheiten schon eine Steigerung erkennen.“
Am Rande des Trainingslagers stellten die Verantwortlichen auch die Neuzugänge dieser Saison vor. Aus der zweiten Bundesliga kommen Nina Korf von den Hannover Indians sowie Kira Kanders von den Moskitos Essen.
Aber der ECB konnte auch drei Spielerinnen aus der ersten Bundesliga verpflichten.
Vom EKU Mannheim kommt Michelle Grünewald an den Häupenweg und auch die italienische Nationalspielerin Sabina Florian, ehemals SC Garmisch-Partenkirchen, wird in der kommenden Saison das Trikot der Bärinnen tragen.
Der prominenteste Neuzugang ist aber wohl Sarah Weyand vom OSC Berlin. Die ex-Bärin und deutsche Nationalspielerin hat den Weg zurück zu ihrer alten Wirkungsstätte gefunden.
„Ich freue mich darüber, dass wir durch unseren gewachsenen Kader wieder alternativen haben und eventuelle Ausfälle wieder besser auffangen können.“ sagte Bruns. „Schade ist jedoch, dass Meike Zöpnek in der kommenden Saison kürzer treten will. Aber sie hat uns zugesichert, dass sie immer wenn es ihr Möglich ist und wir ihre Hilfe brauchen, sie uns unterstützen wird.“ Zöpnek wird in der nächsten Saison berufsbedingt kürzer treten müssen. „Das Meike sich in der nächsten Zeit mehr ihrer beruflichen Zukunft widmet verstehen wir natürlich. Schließlich kann man mit Dameneishockey kein Geld verdienen. Aber wir bedauern es sehr, nicht nur auf dem Eis ist sie eine Bereicherung für die Mannschaft.“ so Vorsitzende Ilona Pollmer.
Vielleicht findet sie ja das ein oder andere Mal den Weg nach Bergkamen um sich ein Spiel des ECB anzusehen.
Am kommenden Samstag bestreiten die Bärinnen ihr erstes und, nachdem das für Anfang des Monats geplante Spiel gegen Esslingen abgesagt werden musste, auch einziges Testspiel der diesjährigen Vorbereitung.
Gegner wird dann der Rekordmeister, der OSC Berlin sein. Der OSC ist bereits in die Saison eingestiegen, im Spiel des EWHL-Supersups gegen den amtierenden Deutschen Meister ESC Planegg/Würmtal gab es allerdings eine 0:8-Klatsche.
In dieser Partie können die Trainer bis auf Michelle Lübbert, Rebecca Graeve, Jenny Wieser und Valerei Offermann auf den gesamten Kader, inklusive der Neuzugänge zurückgreifen.
Die Trainer und ihr Team nehmen dieses Spiel aber äußerst ernst, ist es doch eine gute Generalprobe für das nächste Wochenende, da steigen die Bärinnen nämlich mit einem Doppelspieltag gegen den ECDC Memmingen am heimischen Häupenweg in die Saison.
