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2 Siege gegen Berlin lassen hoffen ! |
| 30.01.2012 |
| News >> 1. Bundesliga |
Mit fünf von sechs möglichen Punkten im Gepäck kehrten die EC Bergkamener Bärinnen am Sonntagabend aus der Hauptstadt zurück. Und das war auch durchaus verdient. Am Samstag war es ein sehr enges Spiel, in dem der ECB letztlich im Penaltyschießen die Oberhand behalten konnte. Bis es aber so weit kam, sollte eine ganze Menge passieren. Die OSC-Ladies waren es, die besser ins Spiel kamen und sich die ersten kleineren Möglichkeiten erarbeiten konnten. Die Bärinnen waren es aber die das erste Tor erzielen konnten, Nina Ziegenhals war nach Vorarbeit von Britta Schröder erfolgreich (10:24 Minuten).
Im weiteren Verlauf des ersten Drittels war es der OSC Berlin, der durchaus mehr Scheibenbesitz hatte, aber sich nur wenig zwingende Möglichkeiten heraus spielen konnte. Auf der anderen Seite konnten die Bärinnen immer wieder Nadelstiche setzen und bekamen ihrerseits eine Handvoll guter Schusschancen. Aber es blieb beim 0:1 Pausenstand.
Nach dem ersten Wechsel waren die Bärinnen wohl noch mit den Gedanken in der Kabine, da stand es bereits 1:1. Franziska Busch konnte nach nur 15 Sekunden im zweiten Drittel den Ausgleich erzielen. Nur knapp dreieinhalb Minuten später musste die gute Torfrau Julia Graunke schon wieder hinter sich greifen. Susann Götz hatte das Spiel für den OSC gedreht. Nach diesem Doppelschlag besonnen sich die ECB-Damen aber wieder auf ihre Stärken und es entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel. Mal mit besseren und mal mit etwas schlechteren Phasen des ECB, die aber ihrerseits noch vor Ende des zweiten Drittels das Spiel wieder drehen konnten. Andrea Lanzl erzielte erst nach 30:20 Minuten den 2:2-Ausgleich und dann nach 35:24 Minuten den 2:3-Führungstreffer für ihre Farben. Das war auch gleichzeitig der Stand zur zweiten Drittelpause.
Im Schlussabschnitt blieb das Spiel lange Zeit offen. Erst nach 53:33 Spielminuten kam ein unerklärlicher Bruch in das Bergkamener Spiel. Zu diesem Zeitpunkt nämlich machte Andrea Lanzl ihren Hattrick perfekt und erhöhte auf 2:4 für die Bärinnen. Im Anschluss schwanden bei den Bärinnen merklich die Kräfte und man handelte sich einige Strafzeiten ein und so kam es wie es kommen musste. Bei Bergkamener Unterzahl nahm die Berliner Trainerin Johanna Ikonen den Torhüter aus dem Spiel und der OSC hatte somit eine 6:4-Überzahlsituation. Dieser taktische Wechsel fruchtete und Susann Götz konnte nach 58:48 Minuten den erneuten Anschluss erzielen. Berlin gab weiterhin vollgas und bei den Bärinnen begann das fast schon gewohnte flattern in den letzten Minuten. Nur 31 Spielsekunden später war es Nina Kamenik die den viel umjubelten Ausgleich für die Berlinerinnen erzielen konnte. Das war auch der Endstand und somit ging es ins Penalty-Schießen.
Die ersten drei Schützinnen auf beiden Seiten konnten den Puck nicht im Tor unterbringen. Dann lief auf Berliner Seite Franziska Busch an und verwandelte Eiskalt zur Führung für den OSC. Claudia Weltermann auf Seiten des ECB musste nun treffen und tat das genauso Eiskalt wie zuvor Franziska Busch. Als Julia Graunke den nächsten Penalty gehalten hatte schickte Trainer Robert Bruns Stürmerin Chantal Schneidereit aufs Eis und bewies damit ein gutes Näschen, denn sie traf und der ECB gewann die erste Partie des Wochenendes.
Am Sonntag war es ein ähnlicher Spielverlauf zu Beginn, wieder kamen die Berlinerinnen besser aus den Startlöchern und wieder konnten die Bärinnen das erste Tor erzielen. Andrea Lanzl schoss den ECB mit ihrem vierten von insgesamt sechs Toren an diesem Wochenende in Front (16:24 Minuten). Der Pausenstand zum ersten Drittel war – wie schon am Vortag – 0:1 für den ECB.
Im weiteren Spielverlauf war es wie eigentlich über das gesamte Wochenende, die Berlinerinnen hatten mehr Spielanteile, aber auch der ECB konnte immer wieder gefährliche Offensivaktionen starten. Der einzige Unterschied am Sonntag war, dass die Bärinnen ihren eigenen, wieder von der starken Julia Graunke gehüteten, Kasten zumindest vorerst sauber halten konnten. Und vorne schlugen die ECB-Damen weiter knallhart zu. Nina Ziegenhals erzielte auf Zuspiel von Chantal Schneidereit das 0:2 für die Bärinnen (30:11 Minuten). Nach 33:20 gespielten Minuten konnte die Italienerin in Farben des ECB, Sabina Florian, dass 0:3 erzielen und kurz vor der zweiten Pause (39:26 Minuten) fasste sich Verteidigerin Kira Kanders ein Herz und nahm den Puck im eigenen Drittel auf, lief einmal quer über die ganze Eisfläche und schloss eiskalt zum 0:4, dem gleichzeitigen Pausenstand ab.
Eigentlich hätte man im Schlussdrittel einen drückend überlegenen OSC erwartet, aber es kam anders. Die Bärinnen gestalteten das Spiel weiter offen. Als der ECB dann in zweifacher Unterzahl war, versuchten die Berlinerinnen wieder den Clou vom Vortag und nahmen ihre Torhüterin aus dem Spiel. Diese musste dann allerdings untätig zuschauen wie Andrea Lanzl das Laufduell mit Susann Götz für sich entschied und in drei gegen sechs Unterzahl (!) den Treffer zum 0:5 erzielen konnte (52:36 Minuten). Da war dann auch die letzte Hoffnung der Berliner zerstört und Nina Ziegenhals mit ihrem zweiten Treffer (54:10 Minuten) und wieder die am Wochenende Bärenstarke Andrea Lanzl (55:27 Minuten) erzielten die Treffer Nummer sechs und sieben. Einziger, wohl gemerkt kleiner, Wehrmutstropfen war die 59. Spielminute. In der erzielte nämlich Franziska Busch den Ehrentreffer für den OSC zum 1:7-Endstand.
Hochzufrieden kehrten die Bärinnen also zurück ins heimische Westfalen, wo sie sich nun drei Wochen vorbereiten können auf ihre nächste Reise, dann geht es zum Doppelwochenende nach Esslingen. Auch da werden die Bärinnen wieder den Doppelsieg anstreben um weiter Boden auf den OSC Berlin und den SC Garmisch-Partenkirchen gut zu machen.